Filmdebut für Jugendliche aus dem Betreuten Wohnen

In acht Monaten haben Jugendliche und junge Erwachsene mit ihren Betreuern aus der „B3-Netzwerk Kinder, Jugend und Familien Gmbh“ den Film „Von Regeln und Regeln brechen“ geschaffen. Idee, Drehbuch, Musik und Schauspiel wurden von den Jugendlichen selbst umgesetzt. Regie führte der junge Veldener Filmemacher Georg Reitz. Am 22. Oktober war der Film erstmals in Villach zu sehen. 

Der rund 40minütige Film zeigt das Schicksal von Noah, der seine Eltern von einer Sekunde auf die andere bei einem Autounfall verlor. Seine Welt liegt in Trümmern und der einzige „Angehörige“, der ihm noch bleibt, ist sein Hund Sandy. Noah wird einer Pflegefamilie zugewiesen; nette, freundliche Menschen. Sein geliebter Hund ist dort allerdings verboten.


Bevor Noahs Welt weiter in sich zusammenstürzt bricht dieser aus und begibt sich mit der Hilfe seiner Pflegegeschwister auf die Suche nach seinem Hund – getrieben von der Hoffnung, seine Welt zu retten.


„Der Film soll vor allem Mut machen. Er soll zeigen, dass man an den eigenen Interessen arbeiten kann aber auch, dass das Leben aus Veränderungen besteht", erklärt Irene Maurer-Scheidenberger, Bereichsleiterin des Betreuten Wohnen. 

Wo Worte fehlen, sprechen Bilder

Mit dem Film geben die jungen Filmemacher teils tiefe Einblicke in ihre eigene Gedanken-  und Gefühlswelt. „Wir alle leben eingebettet in viele Beziehungen wie Familie, Freundeskreis, Gesellschaft und Kultur. Auf all diesen Ebenen machen wir von frühester Kindheit an gute und schmerzliche Erfahrungen, mit zum Teil weitreichenden Folgen“, so Kathrin Partl, pädagogische Geschäftsführerin von B3-Netzwerk und erklärt: „Kreativität bzw. Kunst mit seinen Ausdrucksmitteln wie Musik, Bild oder eben Film kann Unsichtbares sichtbar machen, das Verstehen fördern und das Selbstbewusstsein stärken. Wo Worte fehlen, spricht eben das kreative Werk.“  

 

Landeshaupmann-Stellvertreterin und Soziallandesrätin Beate Prettner betonte in ihren Grußworten, dass es notwendig sei, jungen Menschen alle Möglichkeiten zu bieten, damit diese ihr Leben eigenständig und eigenverantwortlich leben können. Dazu gehöre es auch, immer wieder zu hinterfragen "Was können wir besser machen", neue Leitbilder zu erarbeiten und neue Methoden zu implementieren. 

 

Fröhliches Beisammensein

 

Im Anschluss an die Filmvorführung luden die jungen Filmemacher zu kleinen Köstlichkeiten und geselligem Beisammensein. Mit dabei waren Landeshauptmann-Stellvertreterin Beate Prettner, die B3-Netzwerk Geschäftsführer Kathrin Partl und Christian Sickl, die Bereichsleiterin des Betreuten Wohnen Irene Maurer-Scheidenberger, Regisseur Georg Reitz, Rolanda Huditz und Charlotte Wiedenbauer vom Referat für Jugend und Familie, die Schauspieler Fabian Kutzner (Noah), Stefanie Lachowitz und Klaudia Kanduth (Pflegegeschwister), Renate Krenn und Heimo Kometter (Pflegeeltern), Raphaela Werner (Sozialarbeiterin), Herbert De Pasquali (Psychiatriekrankenpfleger), Florian Winkler (Aufseher des Tierheimes), Hund Sandy mit Simone Knopper (Trainerin), Alexander Fortunat (Filmmusik), Ziba Godescha (Sprecherin), Nicole Solnier (Maske), Elena Knabl (Regieassistenz) und viele mehr

....und noch mehr Fotos.

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