Info-Abend zum geplanten Wohnheim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) in St. Stefan / Lavanttal

Infoabend minderjährige Flüchtlinge in St. Stefan im Lavanttal

Rund die Hälfte aller Flüchtlinge, die in Österreich Schutz suchen, ist unter 18 Jahren. Zirka 11% dieser Minderjährigen sind alleine, ohne Begleitung Erwachsener nach Österreich gekommen. Diese schutzbedürftigen jungen Menschen brauchen schnellstmöglich Hilfe und Unterstützung. 

 

Wir haben einen Antrag an das Land Kärnten gestellt, um uns auch um diese Minderjährigen kümmern zu können. In St. Stefan im Lavanttal möchten wir eine Betreuungseinrichtung eröffnen, die 20 minderjährigen Flüchtlingen ein Zuhause auf Zeit bietet. Zwölf Betreuerinnen und Betreuer werden rund um die Uhr für die Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren da sein.

 

Um den Bewohnern schon im Vorfeld die Möglichkeit zur Fragestellung und Diskussion zu geben, lud die Gemeinde Wolfsberg am Donnerstag, dem 10. März 2016 zur Infoveranstaltung in das Haus der Musik nach St. Stefan. 

Der Diskussion stellten sich Regierungs-Rätin Christine Gaschler-Andreasch vom Sozialreferat des Landes Kärnten, Mag.a Kathrin Partl (pädagogische Geschäftsführung B3-Netzwerk), Diplom-Pädagoge Martin Wiener (Bereichsleitung B3-Netzwerk) und Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz aus Wolfsberg. Moderiert wurde der Abend von Jochen Bendele, Journalist der Kleinen Zeitung. Rund 400 Interessierte besuchten die Infoveranstaltung, stellten Fragen, diskutierten und äußerten auch Bedenken und Ängste. 

 

Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals bei den Bewohnern von St. Stefan bedanken, dass sie uns die Möglichkeit gegeben haben, Fragen zu beantworten, Unklarheiten aufzuklären und Vorurteile zu verringern oder im besten Falle abzubauen.

 

Das Angebot wird aktuell vom Land Kärnten einer Prüfung unterzogen. 

 

Über das geplante Wohnhaus für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Tagsatz für Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF): Euro 86,36 netto (Euro 95,- brutto)

Aufwendungen: rund 70% des Tagsatzes sind Personalkosten

Hinzu kommen noch die Miet- und Betriebskosten (ca. 10%), die Verpflegung und Bekleidung der Jugendlichen. Externe Kosten wie zum Beispiel Vereinsbeiträge, Sprachunterricht sind damit ebenso zu bestreiten.

 

Es wird eine klar betreute Tagesstruktur geben welche sich in Unterricht, pädagogisch sinnvollen Projekten und Freizeitaktivitäten gliedert. Jeder Jugendliche hat eine/n BezugsbetreuerIn welche auf die persönlichen Ressourcen Bezug nimmt und so auch die individuelle Betreuung gewährleistet wird. 


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