B3-Netzwerk trauert um Herrn Mag. Bertram Wegscheider

Mit großer Trauer gedenken wir, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von B3-Netzwerk, unseres Freundes und Kollegen

 

Herrn Mag. Bertram Wegscheider

 

der am Montag, dem 9. April 2018, während der Ausübung seiner Tätigkeit als Sozialpädagoge, an den Folgen eines tragischen Unfalles verstorben ist. Er hinterlässt eine Ehefrau und zwei Kinder, denen wir nach all unseren Möglichkeiten in dieser unglaublich tragischen Situation beistehen möchten.

 

Wir sind zutiefst betroffen und erschüttert. Herr Mag. Bertram Wegscheider war seit dem Jahr 1995 für unser Unternehmen tätig und ein äußerst angesehener und engagierter Mitarbeiter und Kollege.

 

Wir verlieren mit Bertram Wegscheider einen Menschen, der sich unermüdlich für Kinder, Jugendliche und deren Familien engagierte. Sein Wille, den Menschen mit ganzer Kraft, voller Aufmerksamkeit und enormer Kompetenz und Empathie zur Seite zu stehen, machte ihn zu einem außergewöhnlichen Sozialpädagogen.
Als Mensch wie auch als Mitarbeiter wird er eine große Lücke hinterlassen.

 

Dem am Unglück beteiligten und verunfallten Kind und seiner Familie sichern wir unsere vollste Unterstützung zu.

Kathrin Partl & Christian Sickl, Geschäftsführung
Bernhard Messner & Birgit Pulsinger, Bereichsleitung

im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Breites Bündnis fordert in Offenem Brief neue Kinderkostenstudie!

Mehr als 80 Organisationen fordern von der künftigen Regierung eine Kinderkostenstudie, in der die finanzielle Lage von Familien neu berechnet wird. Letzte Erhebung fand 1964 statt.

 

Mehr als 80 Organisationen, darunter unterschiedliche Kinder- und Jugendorganisationen, Beratungsstellen, Familien- und Berufsverbände, richteten sich heute mit einem Offenen Brief an die Parlamentsparteien und die Regierung. In dem Brief fordern die Organisationen eine Neuerhebung der finanziellen Lage von Familien, um familienpolitische Maßnahmen, insbesondere im Unterhaltsrecht und der Familienförderung, an aktuelle Umstände anpassen zu können. Die letzte Erhebung wurde 1964 durchgeführt.

 

Die UnterzeichnerInnen des Briefes fordern die rasche Umsetzung einer aktuellen Erhebung der Ausgabenlage von Familien. Ein erster Schritt dazu ist die Verankerung im neuen Regierungsprogramm.

Sehr geehrter Herr Klubobmann Kurz,

Sehr geehrter Herr Klubobmann Schieder,

Sehr geehrter Herr Klubobmann Strache,

Sehr geehrter Herr Klubobmann Strolz,

Sehr geehrter Herr Klubobmann Kolba,

 

Sehr geehrter Herr Wöginger, sehr geehrte Frau Belakowitsch (für die Regierungsverhandlungsgruppe Soziales)! 

 

Sachorientierte Politik braucht empirische Grundlagen, anhand derer politische Optionen geprüft und diskutiert werden können. Bei den Kosten, die Familien für ihre Kinder aufwenden müssen, fehlen diese. Wohnen, Essen, Kleidung, Ausgaben für Kinderbetreuung und Schule oder auch Freizeit und Urlaub - es müssen unterschiedlichste Kosten abgedeckt werden. Wie hoch diese tatsächlich sind, ist jedoch unbekannt.  

 

Zwar gibt es die Regelbedarfssätze, die für Kinder je nach Altersstufe einen bestimmten Bedarf festlegen. Diese Werte gehen aber auf eine Erhebung im Jahr 1964 zurück. Sie werden jährlich an den Verbraucherpreisindex angepasst, die zugrundeliegenden Berechnungen sind jedoch seit mehr als 50 Jahren unverändert. 

 

Seither hat sich aber enorm viel verändert. Während Kosten für Kleidung gesunken sind, sind andere Ausgaben, etwa Mieten, stark angestiegen. Aber nicht nur die Höhe einzelner Komponenten hat sich verändert, auch der Warenkorb insgesamt ist ein ganz anderer geworden. War 1964 das Festnetztelefon der aktuelle technische Stand, sind heute Smartphone, Laptop und Computer aus dem Alltag – auch von Kindern und Jugendlichen – nicht mehr wegzudenken. Auch Schule und Freizeitgestaltung unterliegen einem starken Wandel. Dementsprechend ist die Ausgabenstruktur von Haushalten mit Kindern mit jener von vor mehr als einem halben Jahrhundert in keiner Weise vergleichbar

 

Trotzdem nehmen Familienrecht und familienpolitische Maßnahmen auf die Regelbedarfssätze in unterschiedlicher Weise Bezug, etwa im Unterhaltsrecht oder bei der Familienförderung. Das ist ein unhaltbarer Zustand. Es ist dringend notwendig, die finanzielle Lage von Familien aktuell und auf einer statistisch zuverlässigen Basis zu erfassen.

 

Wir fordern die künftige Bundesregierung nachdrücklich auf, die Durchführung einer neuen Kinderkosten-Erhebung im Regierungsprogramm zu verankern und zu budgetieren. 

Wir appellieren insbesondere, dass die Durchführung zum ehestmöglichen Zeitpunkt folgt – damit die österreichische Politik für Kinder und Familien wieder auf sachlich fundierte Grundlagen gestellt werden kann.

 

Hilfswerk Kärnten: Leben im Dienst des Miteinanders

Anlässlich ihrer 20-jährigen Tätigkeit als Präsidentin des Hilfswerks Kärnten lud Elisabeth Scheucher-Pichler zu einem Abend mit Freunden und Wegbegleiter/innen, um sich für zwanzig Jahre gemeinsamen Einsatzes für Menschen in Kärnten zu bedanken. Im Rahmen des wunderschönen Gala-Abends wurde Frau Scheucher-Pichler das Große Goldene Ehrenzeichen des Landes Kärnten verliehen. 

 

„In den letzten zwanzig Jahren haben wir für die Menschen in unserem Land viel erreicht und bewegt. Wir haben eine Vielzahl an Angeboten geschaffen, die Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen unterstützen und jenen geholfen, denen es in unserer Gesellschaft nicht so gut geht. Dies war nur deshalb möglich, weil viele von Ihnen das Hilfswerk dabei unterstützt haben und wir gemeinsam diesen Weg gegangen sind. Dafür möchte ich mich bei Ihnen allen herzlich bedanken", so Präsidentin Elisabeth Scheucher-Pichler in ihrer Rede. 

 

Neben der Familie, Freunden, einer Delegation des Hilfswerks Österreich, dem Vorstand, Beiräten und Mitarbeiter/innen, waren auch zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und öffentlichem Leben gekommen. Allen voran Landeshauptmann Peter Kaiser, der im Zuge dieser Veranstaltung, gemeinsam mit seinem Regierungskollegen Landesrat Christian Benger,  Elisabeth Scheucher-Pichler für zwanzig Jahre ehrenamtliche Tätigkeit als Präsidentin des Hilfswerks Kärnten und ihr soziales Engagement für Kärnten das Große Goldene Ehrenzeichen des Landes verlieh.

 

Landeshauptmann Peter Kaiser: „Ihr politisches und soziales Engagement, das sich im Hilfswerk und darüber hinaus niedergeschlagen hat und zeigt, ist einmalig und verdient höchste Anerkennung und Dank. Die Leistungen des Hilfswerks sind für das soziale Leben in Kärnten unverzichtbar.“

 

Stellvertretend für die vielen Gratulanten und Wegfährten übermittelte Landeshauptmann a.D. Christof Zernatto eine sehr persönliche Videobotschaft. Zernatto war es, der Elisabeth Scheucher-Pichler 1997 ersucht hatte, Präsidentin zu werden, weil sie bereits damals in vielen anderen Sozialbereichen mit viel Engagement und Weitblick tätig war. „Es hatte gute Gründe, warum ich Elisabeth Scheucher vor zwanzig Jahren gefragt habe das Hilfswerk zu übernehmen, das damals ein Schattendasein gefristet hat. Sie war bereit, diese schwierige Aufgabe zu übernehmen und hat gemeinsam mit ihren Mitstreitern das Hilfswerk 1997 auf komplett neue Beine gestellt. Dieser Erfolgslauf, der hier zwanzig Jahre lang ungebrochen fortgesetzt wurde, hat dazu geführt, dass das Hilfswerk heute zu einem aus dem Sozialbereich nicht mehr wegzudenkenden Unternehmen aufgeblüht ist. Ich möchte dir, liebe Elisabeth, ganz herzlich danken“, so Zernatto. 

 

Im Rahmen der Veranstaltung ehrte der Präsident des Hilfswerks Österreich, Othmar Karas, langjährige Vorstände und Beiräte. Auch er dankte der Präsidentin und ihrem Team für all die Jahre des erfolgreichen Wirkens. 

 

Hand in Hand – 1997 bis 2017

Im Jahr 1997 wurde Elisabeth Scheucher-Pichler Präsidentin des Hilfswerks Kärnten. Damals hatte das Hilfswerk 94 Mitarbeiter/innen und war ausschließlich im Bereich der Pflege und Betreuung tätig. Heute zählt das Unternehmen über 800 Mitarbeiter/innen und viele Freiwillige, die für Menschen flächendeckend in ganz Kärnten tätig sind.

 

Kernbereich Pflege und Betreuung wurde um viele Angebote erweitert

Der Kernbereich des Hilfswerks ist immer noch die Pflege und Betreuung, die allerdings um viele Angebote erweitert wurde. Beispiele dafür sind die mobile Demenzberatung, betreubares Wohnen, ein mobiles Sanitätshaus und die Begleitung und Beratung von pflegenden Angehörigen.

Ein stetig wachsender Bereich ist heute auch die Betreuung von Kindern und Jugendlichen in unterschiedlichen Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Kindergärten und der schulischen Freizeitbetreuung.

 

Auch die Sozialservicestelle bietet heute Menschen – neben der raschen und unbürokratischen Hilfe in außergewöhnlichen Lebenssituationen – viel Unterstützung an: von Besuchsdiensten bis hin zu unterschiedlichen Veranstaltungen im „Generationentreff“. Hier wird auch die Arbeit der vielen Freiwilligen koordiniert.

 

Wir freuen uns, dass wir als Unternehmen der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe ein Teil dieser großen Familie sind!

Hilfswerk Kärnten ist neuer Eigentümer der LSB-Netzwerk-Gruppe

Klagenfurt (OTS) - Mit heutigem Tage ist das Hilfswerk Kärnten neuer Eigentümer der LSB-Netzwerk-Gruppe, die mit vier gemeinnützigen Organisationen in Kärnten und in der Steiermark Familien, Kinder und Jugendliche in schwierigen Situationen unterstützt. Insgesamt betreuen hier 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über 400 Familien mobil und 110 Kinder und Jugendliche in den teilstationären und stationären sozialpädagogischen Wohngemeinschaften und Einrichtungen. 

 

Hilfswerk-Präsidentin Elisabeth Scheucher-Pichler: „Mit der Entscheidung die LSB-Netzwerk-Gruppe in das Hilfswerk zu integrieren, haben wir nunmehr einen noch fehlenden Bereich hinzubekommen, der unser bisheriges Angebot optimal ergänzt. Es freut uns, dass uns von der Familie Uhl das Vertrauen entgegengebracht wurde, ihr Lebenswerk in unsere Hände zu legen.“

 

Gerald Uhl, bisheriger Eigentümer: „Für uns war es wichtig, dass wir die Garantie haben, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in eine gesicherte Zukunft blicken können. Mit dem Hilfswerk Kärnten, das ein ausgezeichnetes Image im Sozialbereich hat und als verlässlicher Partner gilt, ist dies garantiert. Jetzt können meine Frau und ich beruhigt in den Ruhestand gehen.“

 

Die LSB-Netzwerk-Gruppe wird weiterhin als selbstständiges Unternehmen, mit den beiden bisherigen Geschäftsführern Kathrin Partl und Christian Sickl, weitergeführt.

 

Zur LSB-Netzwerk-Gruppe gehören:

- LSB-Netzwerk Jugend- und Sozialbetreuungsgesellschaft mbH

- Contraste Kinder- und Jugendwohngemeinschaften GmbH

- B3-Netzwerk Kinder, Jugend und Familien gGmbH

- B3-Netzwerk Steiermark Kinder, Jugend und Familien gGmbH

- auxilior netzwerk – sozialbetreuungs GmbH  

 

Dienstleistungen:

- Familienintensivbetreuung

- ambulante Betreuung

- Besuchsbegleitung

- sozialpädagogische Familienbetreuung

- Krisendienst

- sozialpädagogische Wohngemeinschaften

- betreutes Wohnen

- Einrichtung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

 

Standorte:

- Krumpendorf (Firmensitz)

- Klagenfurt

- Villach

- Wolfsberg

- Spittal/Drau

- Scheifling/Steiermark

- Judenburg/Steiermark

 

Kinderschutz-Fachtagung 2017 - Herausforderungen und Hürden im Kinderschutz

Eine gemeinsame Aufgabe von Kinder- und Jugendhilfe, Gesundheits- und Bildungssystem, Exekutive und Justiz.

Kinderschutz-Fachtagung 2017

Am Donnerstag, dem 12. Oktober 2017 fand im Congress-Center in Villach die für die Kinder- und Jugendhilfe wohl wichtigste Veranstaltung Kärntens statt: die Kinderschutz-Fachtagung 2017.

 

Bestens organisiert von der Abteilung 4 - Soziales und Gesellschaft - des Landes Kärntens und auf Einladung von Landeshauptmann-Stellvertreterin Dr.in Beate Prettner, Sozial- und Gesundheitsreferentin gemeinsam mit der Landespolizeidirektion des Landes Kärnten, boten interessante Vorträge und spannende Workshops eine wertvolle Basis für die tägliche Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien. 

 

Nach der Begrüßung durch die Gastgeber boten die Vorträge "Kinderschutz – Herausforderungen, Hürden, Qualitätsentwicklung" und "Kinderschutz als multiprofessionelle Herausforderung und Verantwortung – Ergebnisse aus der Analyse der Expert/innenkommission und Perspektiven für eine Weiterentwicklung im Kinderschutz in Kärnten" höchst interessanten Einblicke in die Kinder- und Jugendarbeit. 

 

Workshops am Nachmittag

Nach der Mittagspause boten Workshops die Möglichkeit, intensiv und gemeinsam an wichtigen Themen zu arbeiten. Mit den Themen

  • "Lernen aus Erfolgen und Fehlern in der Kinderschutzarbeit"
  • "Widerspruch und Widerstand in Kinderschutzprozessen – Herausforderungen und Chancen demokratischer Kinderschutzarbeit"
  • "Das SEN-Modell: Sicherheit entwickeln – Entwicklungskraft entdecken – Von Falllandkarten, 3 Häusern und Sicherheitsplänen"
  • "Würdig und Recht - Als Opfer vor Gericht!"
  • "„… was ich Sie noch fragen wollte …“: Mit Eltern in Kommunikation treten - Chancen und Herausforderungen im Ansprechen von „schwierigen“ Themen und Wahrnehmungen"
  • "Die Bedeutung des Gesundheitssystems im Kinderschutz"
  • "Wie geht’s weiter nach der Anzeige? Optimierte Zusammenarbeit zwischen Gesundheitssystem/Exekutive/öffentlicher und privater Kinder- und Jugendhilfe"
  • "Lebendige Feedbackbox - Rückmeldungen aus der eigenen Kinderschutz-Praxis – Weiterentwicklung mitgestalten!"
  • "Frühe Hilfen – wichtige fachliche und organisatorische Aspekte – Vielfältige Herausforderungen, Chancen und Vernetzungen"

trafen die Veranstalter genau den Puls der Zeit. 

 

Das Team von "B3-Netzwerk" bedankt sich für die interessanten Einblicke und lehrreichen Workshops!

Fröhliches Miteinander zum Abschluss des Sommers

Grillen, Sporteln und viel Spaß

Sommerabschluß bei B3-Netzwerk

Sport & Spiel und Land & Leute kennen lernen: Die Sommerferien unserer unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge wurden im Sinne der Integration und des Kennenlernens von Kärnten, seiner Kultur und seinen Menschen gestaltet. Fünf Wochen lang verbrachten jeweils vier unbegleitete minderjährige Flüchtlinge mit zwei Betreuer/innen ein Wochenende auf dem Areal von B3-Netzwerk in Krumpendorf. 

 

Und es waren spannende Wochenenden. Das Team von B3-come:in war bemüht, die Ferienwochenenden der Jugendlichen so zu gestalten, wie es für viele junge Menschen in Österreich selbstverständlich ist, ja fast zum Alltag gehört. 

 

So ging es zum Schwimmen an den Wörthersee, es wurde der Pyramidenkogel erklommen, Cricket und Minigolf gespielt, der Reptilienzoo besucht, Klagenfurt erkundet, gemeinsam Pizza gegessen, es ging sogar zum Tanzen und ganz wichtig: es gab Begegnungen mit österreichischen Jugendlichen, u.a. mit jungen Bewohnern der Contraste-Wohngemeinschaft in Villach. 

Die Jugendlichen zeigten sich neugierig und wissbegierig und waren begeistert von Kärnten, seinen Bräuchen und seinen Menschen. 

 

Zum Abschluss des Sommers trafen sich alle jungen Flüchtlinge zu einem kleinen Sommerabschlussfest in Krumpendorf. Es wurde gegrillt, über das Erlebte gesprochen und alle waren sich einig: es war eine großartige Zeit die so schnell nicht in Vergessenheit geraten wird. Mit Musik und Tanz klang der Nachmittag aus und damit fanden die Sommerferien einen würdigen Abschluss. 

 

Tischtennis-Turnier des Ambulanten Bereiches

Während die jugendlichen Flüchtlinge grillten und das Essen vorbereiteten, lud der Ambulante Bereich seine Kinder und Jugendlichen zum sportlich fairen Tischtennis-Turnier. Die jungen Spieler wurden in mehrere Gruppen aufgeteilt. Somit hatte jeder Sportler garantiert ein paar Spiele in denen er sich mit seinen Sportskollegen messen konnte. Mit großer Begeisterung und viel Spaß wurde das Turnier ausgetragen. Höhepunkt war natürlich die Siegerehrung. Stolz wurden die zahlreichen Pokale, Urkunden und Preise entgegengenommen. 

Langer Tag der Flucht am 29. September 2017

B3-come:in lädt zu "Kochen, Tanzen, Plaudern: Das Gemeinsame im Fremden finden"

Der "Lange Tag der Flucht" wurde 2012 von UNHCR Österreich ins Leben gerufen und findet seither jedes Jahr Ende September statt. Angefangen hat es mit 45 Veranstaltungen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland. In den letzten Jahren ist der "Lange Tag der Flucht" immer weiter gewachsen: 2015 wurden zum ersten Mal Events rund um die Themen Flucht und Asyl in allen neun Bundesländern angeboten.

 

Organisationen und Instiutionen aus unterschiedlichsten Bereichen nehmen mit eigenen Projekten oder eigens für den "Langen Tag der Flucht" ins Leben gerufene Events teil und ermöglichen so ein spannendes und abwechslungsreiches Programm. Wir freuen uns sehr, dass auch wir heuer mit einer Veranstaltung speziell für Schüler/innen mit dabei sind. 

 

Ort: Wohngemeinschaft B3-come:in | Hauptstraße 50 | 9431 St. Stefan im Lavanttal

Datum: Freitag, 29. September 2017

Zeit: 10.00 Uhr - 13.00 Uhr

Langer Tag der Flucht
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Einladung zum Ostermarkt des Betreuten Wohnen in Villach

Einladung zum Ostermarkt des Betreuten Wohnen

Wochenlang wurde im Betreuten Wohnen von B3-Netzwerk gesägt, geholbelt, gehämmert und gemalt. Grund dafür ist der jährliche Ostermarkt am oberen Kirchenplatz in Villach, im Rahmen dessen die jungen Bewohner einen Stand betreuen. Heuer findet der Ostermarkt des Betreuten Wohnen am 

 

Freitag, dem 7. April 2017

von 10.00 - 19.00 Uhr statt. 


Das hier angebotene Kunsthandwerk wird von den jungen Bewohnern in Handarbeit hergestellt und Interessierten angeboten. Gegen eine freiwillige Spende finden hier Jahr für Jahr Palmbuschen, hölzerne Osterhasen, bunte Eier aus verschiedensten Materialien und vieles mehr neue stolze Besitzer. 

 

 

 

Der Erlös des Ostermarktes ermöglicht wiederum neue spannende Projekte im Bereich Freizeitgestaltung, Handwerk oder Kunst die gemeinsam mit den Jugendlichen geplant und umgesetzt werden. Darum kommt, schaut und staunt!

Die jungen Kunsthandwerker freuen sich auf viele Besucher!

 

Hier schon vorab ein Blick auf die Vorbereitungen. 

 

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Gelungenes "Fest der Freude" der Wohngemeinschaft B3-come:in

Fest der Freude der Wohngemeinschaft B3-come:in

Die Jugendlichen und die Betreuer der sozialpädagogischen Wohngemeinschaft B3-come:in luden am Freitag, dem 10. März 2017 zum "Fest der Freude" nach St. Stefan im Lavanttal. Es sollte ein angenehmer Nachmittag mit viel Freude, Musik, Kultur und kulinarischen Köstlichkeiten werden. Ein Fest des gegenseitigen Kennenlernens und des Miteinanders. 

 

Doch das Fest wurde viel mehr. Es wurde ein Fest der Lebensfreude und der Heiterkeit geprägt von einer Gastfreundschaft, wie man sie nur selten erlebt. Nach der offiziellen Eröffnung durch Mag.a Kathrin Partl, pädagogische Geschäftsführerin von B3-Netzwerk, die in ihren Begrüßungsworten die äußerst gute Zusammenarbeit mit der Politik und allen öffentlichen Stellen, Ämtern und Behörden betonte, wurde das Fest zu einer Party, die alle, die dabei waren, wohl noch sehr lange in bester Erinnerung behalten werden. 

 

Nach dem Gedicht eines jungen Bewohners, das die Zukunftshoffnungen der Jugendlichen nach einem Leben, wie es für viele Menschen ganz normal erscheint - Arbeit, Haus, Auto und Familie - in berührenden Worten wiedergab, überraschten die Gastgeber mit Tänzen, die die Lebensfreude nicht besser hätten darstellen können. Schon nach einer Minute gab es für die Gäste kein Stillstehen mehr. Es wurde geklatscht, gelacht und getanzt. 

 

Anschließend folgte die nächste Überraschung, die wohl eine lange Vorbereitungszeit erforderte: die Bewirtung. Es gab Reis und einfachen Eintopf aus der Heimat der Jugendlichen, der wunderbar zu den Käsnudeln passte, die natürlich auch hausgemacht waren. Limonade, Tee und ein erfrischendes Getränk aus Joghurt, Minze und Gurke sowie kleine Desserts rundeten die Mahlzeit ab. 

 

Gestärkt und gut gelaunt klang für die Gäste und die Gastgeber der Nachmittag mit gemütlichem Beisammensein aus.
Das Team und die Jugendlichen bedanken sich bei allen Besuchern für ihr Kommen!

 

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B3-come:in - Betreuer Muhammad Zubair nach Harvard eingeladen

Muhammad Zubair
Muhammad Zubair ist Betreuer bei B3-come:in, Wissenschaftler und absolviert ein Doktoratsstudium. Foto: Alpen Adria Universität Klagenfurt

 

Langer Atem auf der Reise zum Unternehmertum

Textquelle: Alpen-Adria Universität Klagenfurt


Unternehmerinnen und Unternehmer mit pakistanischen, indischen und afghanischen Wurzeln stehen im Forschungsinteresse von Muhammad Zubair. Er untersucht den sozioökonomischen Impact von EntrepreneurInnen, die Migrationshintergrund haben. Dazu hat er sich auch selbst von Pakistan aus aufgemacht, um hierzulande zu forschen und zu arbeiten. 

 

Muhammad Zubair arbeitete bei der United Bank of Pakistan, als ein Kunde mit dem Wunsch zu ihm kam, ein Konto in Euro zu eröffnen. Zwischen Bankberater und Kunde ergab sich ein interessantes Gespräch: Der Kunde berichtete, dass er seinen PhD in der österreichischen Stadt Graz macht und dort mit den Rahmenbedingungen sehr zufrieden sei. Zubair, aufgeschlossen und offen für neue Erfahrungen, begann ausgehend davon eine Perspektive für sich zu entwickeln. Vor vier Jahren kam er dann tatsächlich nach Graz, wo er zuerst drei Semester lang Deutsch lernte. Schließlich führte ihn sein Weg, ausgestattet mit guten Deutschkenntnissen, nach Klagenfurt zu Dieter Bögenhold an das Institut für Soziologie. „Professor Bögenhold ist ein sehr passionierter, enthusiastischer und über die Maßen hilfsbereiter Professor, der auch als solcher Anerkennung erfahren sollte”, so Zubair.

 

Zubair beschäftigt sich mit dem sozioökonomischen Einfluss von Menschen, die sich in ähnlicher Weise aufmachen, um in einer anderen Kultur Fuß zu fassen. Er untersucht Rahmenbedingungen und Effekte von Unternehmertum durch Immigrantinnen und Immigranten, insbesondere von Menschen aus Pakistan, Indien und Afghanistan. „Die Dynamiken sind bei Immigrantinnen und Immigranten ganz andere. In ein anderes Land zu gehen, bedeutet häufig ein Langzeitinvestment: Man lernt nicht Deutsch von einem Tag auf den anderen, sondern das dauert. Begleitet wird dieser Prozess oft von der Sorge, ob man dann auch tatsächlich eine Erwerbsarbeit findet. Viele Immigrantinnen und Immigranten sehen die Selbstständigkeit als Versuch, für sich selbst zu sorgen und damit dieser Angst zu begegnen. Später beschäftigen sie oft Familienmitglieder und Freunde in ihren Unternehmen“, erklärt Muhammad Zubair.

 

Sein Langzeitinvestment in Österreich hat sich bisher gelohnt: Er arbeitet in einer Vollzeit-Anstellung als Betreuer von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in St. Stefan im Lavanttal. Gleichzeitig absolviert er, ebenfalls Vollzeit, sein Doktoratsstudium. Zubairs wissenschaftliche Leistungen finden internationale Anerkennung: So wurde kürzlich ein Vortrag von ihm für die „2017 Contemporary Issues Summit in Harvard“ akzeptiert, eine Veranstaltung, die ihre Beiträge streng kompetitiv auswählt. Dort präsentiert er Mitte März seine Ergebnisse. Ende 2018 will er die Beiträge für seine Dissertation fertiggestellt haben. 

 

Dabei fördert Zubair durchaus erstaunliche Resultate zutage: Während die österreichische Unternehmerszene immer wieder die umfassende Bürokratie beklagt, scheint der Eindruck bei vielen Einwandererinnen und Einwanderern ein anderer zu sein. Zubair berichtet: „Ein Klagenfurter Shop-Besitzer, der als Flüchtling aus Afghanistan hierher kam, erzählte beispielsweise, dass die Unternehmensgründung sehr unkompliziert vonstattenging. Ein paar Formulare waren nötig, aber den Prozess schätzte er insgesamt als einfach ein, obwohl er als Flüchtling ohne Dokumente hierher kam.“ Hier ortet Muhammad Zubair auch einen entscheidenden Unterschied zwischen seinem Herkunftsland und der österreichischen Entrepreneurship-Landschaft: „In Pakistan, Indien und Afghanistan gibt es noch kaum Jungunternehmerförderung oder Inkubatoren. Meine Interviewpartner haben meist keine betriebswirtschaftliche Ausbildung. In Österreich helfen aber die Wirtschaftskammer und andere Services sehr gut mit Training, Kursen, Tipps und Tricks weiter. Im Gegensatz zu meiner Heimat ist es hier leichter, auch aus einfachen Verhältnissen stammend, ein Unternehmen zu gründen.“

Jüngst hat Zubair sein zweites Paper, das sich mit Entrepreneuren in Klagenfurt beschäftigt, abgeschlossen. In einem dritten Artikel möchte er nun einen Vergleich zwischen Entrepreneurship von ImmigrantInnen in Klagenfurt und Krakow, also in einer kleinen und in einer großen Stadt, herstellen und einen Gesamtblick auf die Lage in Österreich werfen.

 

Die von Muhammad Zubair untersuchten Unternehmen haben oft einen beachtlichen sozioökonomischen Einfluss auf die wirtschaftliche Landschaft in Österreich. Sie tragen aber auch häufig zu einer bunteren österreichischen Welt bei: Ob Restaurants, Lebensmittelgeschäfte oder Tätigkeiten als Social Entrepreneure; in welchen Sparten Immigrantinnen und Immigranten auch immer geschäftlich tätig werden, sie bieten dem hiesigen Markt zusätzliche kulturelle Vielfalt. „Ich bin ein Weltbürger“, sagt Muhammad Zubair von sich. Seine Pläne sind noch offen. Vielleicht ergibt sich die Gelegenheit einer Post-Doc-Stelle in der Wissenschaft. Vielleicht will er aber auch selbst als Social Entrepreneur tätig werden und für die Wasseraufbereitung in Pakistan arbeiten, „die es auszubauen gilt, um die Verbreitung vieler Krankheiten einzudämmen.“ „Ich will nicht Geld investieren, sondern Menschen dabei unterstützen, selbst tätig zu werden“, führt er aus. Das sei sein Traum.

 

Auf ein paar Worte mit … Muhammad Zubair

 

Was wären Sie geworden, wenn Sie nicht Wissenschaftler geworden wären?

Mich interessieren viele Berufe; aber wenn ich nicht Wissenschaftler geworden wäre, wäre ich ein Social Entrepreneur mit Fokus Bildung und Gesundheitsreformen geworden.

 

Verstehen Ihre Eltern, woran Sie arbeiten?

Ja, das tun sie. Sie sind es, die mir die Vision und die Motivation vermittelten, der zu werden, der ich heute bin.

 

Was machen Sie im Büro morgens als erstes?

Ich trinke einen Kaffee. Unter Forscherinnen und Forschern ist es üblich zu sagen, dass die Zahl der Publikationen proportional zur Anzahl der getrunkenen Kaffees ist.

 

Machen Sie richtig Urlaub? Ohne an Ihre Arbeit zu denken?

Nicht wirklich. Wissenschaft ist ein harter Beruf: Deine Gedanken suchen stets nach ungelösten Problemen und deren Lösungen, die manchmal auftauchen, wenn man sie am wenigsten erwartet. Forschung wurde Teil meines Alltagslebens. Als Forscherinnen und Forscher geben wir uns dieser Tatsache vollständig hin. So bleiben wir immer wachsam und leistungsfähig, was natürlich wichtig ist.

 

Was bringt Sie in Rage?

Negative Einstellungen. Wenn ich sehe, dass Menschen sich beschweren und andere für ihr faules und unverantwortliches Handeln verantwortlich machen.

 

Und was beruhigt Sie?

Motivierende Gespräche und die Gesellschaft von positiven Menschen

 

Wer ist für Sie die größte WissenschaftlerIn der Geschichte und warum?

Es gibt natürlich einige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die großartige Beiträge geliefert haben. Ich betrachte Albert Einstein als den großartigsten unter ihnen allen, weil er sich auch für die Verbesserung unserer Gesellschaft eingesetzt hat. Persönlich mag ich diesen Ausspruch von ihm am liebsten: „Versuche nicht ein Mann des Erfolgs zu werden. Werde lieber ein Mann von Wert.“

 

Wovor fürchten Sie sich?

Ich strebe immer nach Höherem, und das macht mir manchmal Angst.

 

Worauf freuen Sie sich?

Die unendlichen Möglichkeiten, die in meinem Leben auf mich warten

 

Textquelle: Der gesamte Text wurde von der Website der Alpen-Adria Universität Klagenfurt übernommen. Hier gelangen Sie zur Originalausgabe

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B3-come:in lädt zum "Fest der Freude"

Am Freitag, dem 10. März 2017 laden die Jugendlichen und das Team von B3-come:in in St. Stefan im Lavanttal zum "Fest der Freude". Beginn ist um 13.00 Uhr. Es erwartet Sie ein angenehmer Nachmittag mit viel Freude, Musik, Kultur und kulinarischen Köstlichkeiten. 

 

Wann & Wo 

Freitag, 10. März 2017

B3-come:in

Hauptstraße 50
9431 St. Stefan im Lavanttal

ab 13.00 Uhr

 

Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher!

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Zivildiener bei B3-Netzwerk

B3-Netzwerk sucht Zivildiener ab 1. April 2017

"B3-Netzwerk" ist eine gemeinnützige Gesellschaft und bietet Kindern, Jugendlichen und Familien in schwierigen Lebenslagen Hilfe in Form von individueller sozialpädagogischer Beratung, Betreuung und Begleitung. Im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe entwickeln wir Lösungen, die in Zeiten, wenn das Leben nicht einfach ist, helfen und Grundlage für eine gelingende Zukunft sind. 

 

Ab 1. April 2017 bieten wir einem an der Jugendarbeit interessierten

 

ZIVILDIENER

 

eine abwechslungsreiche Tätigkeit in einem engagierten, kollegialen Team sowie die Möglichkeit, die Arbeitswelten unterschiedlicher Berufsgruppen im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe kennenzulernen.

 

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung per Mail an bewerbung@b3-netzwerk.at

 

Wenn Sie Fragen haben oder nähere Infos wünschen, steht Ihnen Frau Sandra Durnig, BA unter der Telefonnummer +43 (0)676 88 00 88 09 gerne zur Verfügung. 

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Ein Nachmittag der Begegnung, der Freude und der gegenseitigen Wärme

B3-come:in in St. Stefan im Lavanttal

Am Donnerstag, dem 22. Dezember 2016 luden die siebzehn unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge der Wohngemeinschaft B3-come:in und ihre Betreuer zum gegenseitigen Kennenlernen im Rahmen einer kleinen Weihnachtsfeier nach St. Stefan im Lavanttal.

 

Zahlreiche Gäste, darunter Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz und Provisor Eugen Länger, schauten vorbei und erlebten einen Nachmittag, wie er gemütlicher und gemeinschaftlicher nicht hätte sein können.

 

Nach der Begrüßung von B3-Netzwerk Geschäftsführer Christian Sickl und Bereichsleiterin Lilijana Maric durfte jeder Gast und jeder Bewohner seinen ganz persönlichen Weihnachtswunsch aufschreiben. Unter großem Jubel und wohl so manch stiller Hoffnung wurden die Wünsche mithilfe von bunten Ballons in den Himmel geschickt. 

 

Und was wäre Weihnachten ohne Bescherung? Das absolute Highlight für die jungen Flüchtlinge war die kleine Bescherung, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorbereitet hatten. Gerührt und voller Freude wurden die Geschenke entgegengenommen. Die jungen Burschen ließen es sich auch nicht nehmen, sich persönlich und in deutschen Worten vorzustellen und sich für den Besuch zu bedanken. 

 

Anschließend zeigten sich die Jugendlichen als perfekte Gastgeber. Sie hatten ein köstliches Chili con Carne, belebenden Tee und erfrischende Getränke vorbereitet. Natürlich durften auch selbstgebackene Kekse nicht fehlen. Gemeinsam wurde gegessen, geredet und gelacht. So fand ein schöner Tag ein geselliges Ende.

DANKE FÜR EUREN BESUCH! 

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Herzliche Weihnachts-Einladung der Wohngemeinschaft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge "B3-come:in"

 

Sehr geehrte Damen und Herren!

 

Weihnachten ist eine Zeit der Begegnung, der

Freude, der gegenseitigen Wärme und des Schenkens. 

Daher möchten wir und unsere Jugendlichen am

 

Donnerstag, dem 22. Dezember 2016 

um 14.00 Uhr 

in die Wohngemeinschaft B3:come-in

Hauptstraße 50

9431 St. Stefan

                         

zum gegenseitigen Kennenlernen und vorweihnachtlichen

Beisammensein einladen.

 

Wir und unsere Jugendlichen freuen uns auf Ihr Kommen! 

 

Das Team von B3-come:in 

und die Jugendlichen Akef, Safi, Ismail, Nader, Naser, Mojahed, Mansur, Ali, Nasim, Mahdi und Hamedullah

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Erwachsenwerden dauert immer länger - aber bisher ignoriert die Österreichische Kinder- und Jugendhilfe diese Entwicklung.

 

Der DÖJ weist auf eine massive Schwachstelle in der österreichischen Kinder- und Jugendhilfe hin.

 

Die aktuelle OECD-Jugendstudie, bestätigt, was Soziologen schon länger kolportieren: Das Erwachsenwerden hat sich weit in das 3. Lebensjahrzehnt verschoben. Weniger als die Hälfte der unter 30-Jährigen fühlen sich laut aktueller Studie erwachsen. Und rund die Hälfte der 23-Jährigen lebt noch bei den Eltern. Aber junge Leute, die in Jugendhilfe-Einrichtungen aufwachsen müssen, weil sie in ihrer Familie nicht vor Gewalt und Verwahrlosung geschützt sind, werden mit 18 aus diesen Einrichtungen verwiesen. „Das kostenintensive Engagement der öffentlichen Hand wird durch einen äußerst schlecht geregelten Übergang ins Erwachsenenleben wieder in Frage gestellt“, kritisiert Gerald Herowitsch-Trinkl, Obmann des DÖJ. Man ignoriere, dass junge Leute Unterstützung weiterhin notwendig brauchen. Dies gelte erst recht für jene jungen Menschen, die schon schlimme Kindheits-Erfahrungen hinter sich haben. Die Jugendhilfe versäume es aber, die zum Teil erheblichen finanziellen Aufwendungen, die für diese jungen Menschen bis zum 18. Lebensjahr schon bereitgestellt wurden, mit vergleichsweise geringen Mitteln abzusichern. Eine gute Übergangsbegleitung ins Erwachsenenleben wäre nicht nur menschlicher, sondern auch viel sparsamer, als das Risiko eines Absturzes erneut in Kauf zu nehmen, argumentiert der Dachverband.

 

Gesetzlich gibt es zwar die Möglichkeit der Verlängerung von Jugendhilfemaßnahmen für junge Erwachsene bis zum 21. Lebensjahr. Für diese Kann-Bestimmung sind aber keine fachlichen Standards vorgegeben und in manchen Bundesländern werden sie kaum angewendet.

Von der Bundesministerin Karmasin erwartet der DÖJ daher die Initiative zu einer Änderung des Jugendhilfegesetzes, das gerade evaluiert wird. „Nur eine neue Übergangsregelung für junge Erwachsene würde die im Gesetz geforderte Ausrichtung der Jugendhilfe am aktuellen wissenschaftlichen Stand erfüllen“, appelliert der DÖJ an das zuständige Ministerium.

 

Mit diesem Apell begnügt sich der DÖJ nicht. Er setzt vielmehr ein eigenes Pilotprojekt mit dem Namen „Welcome to Life“ in die Tat um, welches genau jene jungen Erwachsenen nach der Jugendhilfe unterstützt. Über Mittel des Fonds Gesundes Österreich und kleinerer Zusatzfinanzierungen aus den Ländern – das für Jugendhilfe zuständige Ministerium weigerte sich, mitzahlen – wird „Welcome to Life“ finanziert. 18 Jugendhilfe-Einrichtungen aus Wien, Vorarlberg, Tirol und Kärnten sind daran beteiligt. Treffpunkte für die sog. „Care Leaver“ wurden eingerichtet, individuelle Hilfen und Workshops werden angeboten, freiwillige MentorInnen werden ihnen schon vor der Entlassung aus der Jugendhilfe zur Seite gestellt. Die Care Leaver werden länderweise und auch österreichweit über soziale Medien vernetzt. „Wir erwarten, dass die Care Leaver auch selbst ihre Forderungen für die Beseitigung dieser Schwachstelle am Ende der Jugendhilfe an die Politik herantragen werden.“ meint Hubert Löffler als Koordinator des Projektes.

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Ein neuer Spielplatz für Kinder und Jugendliche

Die Teams von NETCONOMY beim Bau des Spielplatzes am Gelände von B3-Netzwerk in Krumpendorf

Das Unternehmen NETCONOMY ist einer der führenden Anbieter in den Bereichen E-Commerce und E-Business und unterstützt namhafte Kunden seit fünfzehn Jahren dabei, ihre Online-Kanäle vollständig und nahtlos in bestehende Unternehmensstrukturen einzubinden.

 

Das Teamevent bei der Jahresklausur der Firma Netconomy stand dieses Jahr im Zeichen sozialer Verantwortung. 180 Mitglieder der Netconomy aus mehreren Ländern halfen zusammen, um Kindern, Jugendlichen und Familien in schwierigen Lebenslagen eine Freude zu machen.

 

Im großen Garten des B3 Netzwerks in Krumpendorf arbeiteten alle Mitarbeiter der Netconomy einen Vormittag intensiv zusammen. Aus 25 Tonnen Material entstanden binnen Kurzem: 

 

 

  • Ein neuer Parkplatz,
  • eine Sandkiste,
  • mehrere Gruppenarbeitsplätze mit Griller,
  • eine Schaukel,
  • eine Kletterwand,
  • ein Spielhäuschen,
  • mehrere Bänke,
  • ein Balance-Parcours und einiges mehr.

Der Garten wurde gepflegt und alles mit selbst gestalteten Schildern behübscht. Die Firma Netconomy übernahm die gesamten Kosten und alle Mitarbeiter zusammen schufen mit viel Energie, Freude und Teamgeist einen Spiel- und Gemeinschaftsbereich für die Kinder, Jugendlichen und Familien des B3 Netzwerks.

 

 

Herzlichen Dank an die die engagierten Teams von NETCONOMY!

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Tag der offenen Tür der psychologischen Praxis von B3-Netzwerk in Judenburg

Um Interessierten die Möglichkeit zu geben, sich selbst ein Bild der neuen psychologischen Praxis von B3-Netzwerk in der Postgasse in Judenburg zu machen, lud das Team am Mittwoch, dem 5. Oktober 2016 zum Tag der offenen Tür. Künftig werden hier Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die in Lebenskrisen und bei der Auseinandersetzung mit verschiedenen Lebensfragen Unterstützung suchen, auf ihrem Weg in eine gute Zukunft begleitet. 

 

Pünktlich um 15.00 Uhr konnten die ersten Gäste begrüßt werden. Stolz wurden die hellen freundlichen Räumlichkeiten präsentiert, Fragen beantwortet und ein kleiner Imbiss lud zum zwanglosen Austausch ein. 

 

Bei der offiziellen Begrüßung erzählte Christian Sickl MSc, wirtschaftlicher Geschäftsführer von B3-Netzwerk, vom spannenden Weg des Entschlusses, das Angebot von B3-Netzwerk Steiermark zu erweitern bis zum Tag, als die Praxis Tür und Tor für die Klienten öffnete. 

 

Mag.a Angela Teyrowsky ist Psychotherapeutin (KIP) mit Schwerpunkt Säuglings-, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. In ihren Grußworten sprach sie von der Freude, Kinder und Eltern zu unterstützen und dass bereits die ersten Jugendlichen den Weg in die Praxis gefunden haben.

Sie erzählte vom gemeinsamen Ziel des Teams, die Praxis langfristig als Zentrum für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu etablieren, wo diese in einem vertrauensvollen Rahmen Hilfestellung für ihre Probleme erhalten.

 

Mag.a Dr.in Marion Mitsche MSc, MEd ist Klinische- und Gesundheitspsychologin. Sie gab Einblicke in ihre Arbeit, bei der sie die Ursachen einer Problemstellung feststellt und Behandlungs- oder Beratungsmöglichkeiten empfiehlt. In ihren Grußworten wies sie auf den großen Vorteil der Praxis hin, dass sich hier Diagnostik und Therapie vereinen und perfekt ergänzen.

 

Der diplomierte Sozial-Pädagoge Christoph Reichl ist Psychotherapeut in Ausbildung unter Supervision und schon länger bei B3-Netzwerk tätig. Spezialisiert auf Familien- und Paarberatung, betrachtet er den Mensch nicht als isolierte Einzelperson, sondern als Mittelpunkt seiner sozialen Beziehungen. Voller Stolz sprach er über die neuen Räumlichkeiten und darüber, als „Schnittstelle“ zwischen sozialpädagogischen und therapeutischen Dienst eine wichtige Position innerhalb des Teams einzunehmen.

 

Summa summarum war der Tag der offenen Tür ein sehr guter Erfolg für das Team, das viele Interessierte und Freund*innen, aber auch Kolleg*innen und Sozialarbeiter*innen begrüßen durfte. 

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B3-come:in öffnete die Türen für die Bewohnerinnen und Bewohner von St. Stefan

Projektleiterin Lilijana Maric, Hausverantwortliche Claudia Greilberger-Draxl und Projektleiter Martin Wiener

B3-come:in ist das jüngste Projekt der B3-Netzwerk Kinder, Jugend und Familien gGmbH. In St. Stefan in Lavanttal werden künftig bis zu 20 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ein Zuhause auf Zeit finden.


Um den Bewohnerinnen und Bewohnern von St. Stefan die Möglichkeit zu geben, sich vor Ort selbst ein Bild zu machen, lud das Team am Freitag, dem 19. August 2016 zu einem Tag der offenen Tür. Das Team von B3-come:in führte die Gäste durch das Haus. Anschließend gab die Projektleitung einen Einblick in das pädagogische Konzept.    

 

Teamgestaltung und Tagesstruktur in der Wohngemeinschaft

Ein stationäres Team arbeitet im 24-Stunden Betreuerdienst. Unterstützt wird das Team von einem mobilen Team, das schwerpunktmäßig an Vor- und Nachmittagen, sowie an Abenden im Einsatz ist.

Zu den Aufgabengebieten des stationären Teams gehören u.a. die Gestaltung der Tagesstruktur im Haus, die Alltagsplanung und die Vernetzungsarbeit. Das mobile Team verantwortet u.a. die freizeitpädagogischen Angebote, die Begleitung zu Ämtern, Behörden, Schule etc. sowie die Projektgestaltung.

 

Strukturierter Tagesablauf

Am Vormittag stehen Schule und Ausbildung, Haushaltstraining sowie die Sprach- und Kompetenzvermittlung im Mittelpunkt. Der Nachmittag steht im Zeichen von Sport, Sprache und weiteren Projekten. Der Abend wird gemeinsam oder individuell gestaltet.

 

Ziele und Schwerpunkte im Betreuungsalltag

- Integration in den Lebensraum

- Vermittlung von Wissen und Werten

- Selbstständigkeit und Selbstverantwortung

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B3-Netzwerk startet Projekt "WELCOME TO LIFE"

Vom Careleaver zum Life-Checker

Nicht alle Kinder und Jugendlichen wachsen bei ihren Eltern auf. Einige leben aus verschiedenen Gründen

  • in einer Jugendwohngruppe oder einem Heim,
  • in einer Pflegefamilie oder Erziehungsstelle,
  • in einer Kinderdorf-Familie oder einer anderen betreuten Wohnform.

Mit der Volljährigkeit oder abgeschlossenen Ausbildung stehen diese junge Menschen meistens allein da. Sie werden CareLeaver  genannt -  weil Sie die Kinder- und Jugendhilfe (= Care) demnächst als junge Erwachsene / junger Erwachsener verlassen (= Leaver).

„WELCOME TO LIVE“

Das Projekt „Welcome to Life“  wendet sich an Jugendliche und junge Erwachsene, die die Einrichtungen der Jugendhilfe aufgrund ihres Alters verlassen haben, bzw. bald verlassen werden. Es kann sein, dass sich junge Erwachsene noch nicht für alle Bereiche des Lebens ausgerüstet fühlen oder Fragen und Anliegen zu speziellen Themen auftauchen – daran können wir gemeinsam was ändern. Auch eigene Rechte zu kennen, hilft auf diesem Weg aus der Jugendhilfe ins Erwachsenenleben.

 

Wir organisieren 2 Workshops:

  • Dienstag, 9. August 2016 
    Zeit: von 18.00 Uhr bis ca. 21.00 Uhr
    Ort: B3-Netzwerk Kinder, Jugend und Familien gGmbH; Pirkerweg 28; 9201 Krumpendorf 

  • Mittwoch 10. August 2016 
    Zeit: von 
    18.00 Uhr bis ca. 21.00 Uhr
    Ort: Büro Betreutes Wohnen B3-Netzwerk; Ringmauergasse 15; 9500 Villach

Bei diesem Treffen möchten wir die Erfahrungen nach Beendigung der Maßnahme (was gut gelungen ist und was weniger gut oder gar nicht gelungen ist) sammeln. Ebenfalls möchten wir die Vorstellungen und Ideen über hilfreiche Unterstützungsmöglichkeiten sammeln, um den Weg für die Herausforderungen des „Erwachsenseins“ zu erleichtern. 

Die Ergebnisse des Workshops werden zusammengefasst und beim einrichtungsübergreifenden Treffen Ende September, präsentiert bzw. gesammelt.  

 

Neben den Workshops werden wir in Zukunft:

  • Stammtische organisieren
  • Vorträge organisieren
  • Einzelcoaching anbieten
  • Mentorinnen entstehen lassen
  • Vernetzungstreffen mit anderen Careleaver (aus anderen Institutionen) organisieren

Junge Frauen und Männer, die nach dem 1. Jänner 2013 eine Einrichtung verlassen haben, sind herzlich willkommen.

Für eine kleine Stärkung nach den Workshops ist gesorgt :-)

 

Lilijana Maric, Projektverantwortliche für B3- Netzwerk

Tel.: +43 676 88 00 88 03

Mail: lilijana.maric@b3-netzwerk.at

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25-Jahr-Jubiläum: LSB-Sommer-Revue am 7. Juli 2016

LSB-Sommer-Revue am 7. Juli

Wo: am Areal von LSB-Netzwerk in Krumpendorf am Wörthersee


Das war die Sommer-Revue 2016

25 Jahre LSB-Netzwerk, 60 Jahre Gerald Uhl und die Staffelübergabe in der Geschäftsführung waren am Donnerstag, dem 7. Juli 2016 Anlass, einen Abend lang inne zu halten und die letzten 25 Jahre mit WegbegleiterInnen, MitarbeiterInnen und FreundInnen Revue passieren zu lassen.

Wobei der Begriff Sommer-REVUE weniger auf die Stilrichtung "Revue" hinweisen sollte, sondern mehr auf die Wort-be-deutung, den Wort-sinn verlassen: eine Rückschau, ein Rückblick, Re-vue, Revue-passieren lassen. 


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Zufluchtsort "Jugendhilfe"

Der Dachverband Österreichischer Jugendhilfeeinrichtungen (DÖJ) fordert mehr präventiven Einsatz der öffentlichen Jugendhilfe für geflüchtete Kinder und Jugendliche.

 

Für Minderjährige ohne Eltern ist in Österreich die öffentliche Kinder- und Jugendhilfe zuständig. Sie ist daher der gesetzliche „Zufluchtsort“  für die rund 8.500 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge, die im letzten Jahr einen Asylantrag in Österreich gestellt haben. Unter ihnen mehr als 500 Kinder unter 14 Jahren.  Schlagartig hat sich mit der Flüchtlingskrise die Zahl der von der Jugendhilfe in Österreich zu betreuenden Kinder (bisher etwa 11.000) um mehr als 50% erhöht.

 

Die öffentliche Jugendhilfe beauftragt in der Regel private Einrichtungen mit der Erziehung dieser Kinder: „Eine neue und hohe Herausforderung für unsere Einrichtungen“ – sagt Hubert Löffler, Geschäftsführer des Dachverbandes österreichischer Jugendhilfeeinrichtungen (DÖJ). „Finanziell, weil bei geflüchteten jungen Menschen für die gleiche Aufgabe von den Ländern um 30% bis 50% weniger bezahlt wird. Und inhaltlich, weil bei der Betreuung dieser jungen Menschen zusätzliche Maßnahmen der Bildung und Integration nötig sind und außerordentliche sprachliche  und kulturelle Barrieren zu überwinden sind.“  Aber die Betreuung  der Minderjährigen vor deren Zuweisung an die Bundesländer durch den Bund selbst ist in vielen Punkten nicht einmal mit den UNO-Kinderrechten vereinbar.

 

Darüber hinaus findet die Situation der begleiteten Kinderflüchtlinge, also jener Kinder, die mit ihren Elternteilen gekommen sind, bislang in der Jugendhilfe kaum Beachtung. Viele davon bräuchten eine „Unterstützung der Erziehung“ über die Jugendhilfe, weil ihre familiäre und persönliche Situation durch Traumatisierungen, Flucht, Arbeitslosigkeit, finanzielle Lage, etc. ziemlich kritisch ist.

Eine solche Unterstützung wäre vor allem auch Prävention.  Der DÖJ fordert daher,  verstärkt auch die mobile sozialpädagogische Familienarbeit für Flüchtlingsfamilien einzusetzen. Darüber hinaus sollen nach Hubert Löffler (DÖJ)  von der Jugendhilfe unbedingt weitere präventive Maßnahmen für diese Zielgruppe getroffen werden, um größere und kostspieligere Probleme in den Folgejahren zu verhindern. 

 

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Über Nacht erwachsen

Der Dachverband Österreichischer Jugendhilfeeinrichtungen und der Fonds Gesundes Österreich starten Pilotprojekt zur Gesundheitsförderung für junge Erwachsene, die von der öffentlichen Jugendhilfe mit 18 nicht mehr unterstützt werden. 

 

Während junge Menschen heute durchschnittlich erst mit 24 Jahren aus dem Elternhaus ausziehen, wird bei solchen, denen die österreichische Jugendhilfe ihre Familie ersetzt, die Betreuung mit 18 Jahren abgebrochen. Nur in seltenen Ausnahmefällen kann die Unterstützung bis zum 21. Lebensjahr fortgesetzt werden. Vielen MitarbeiterInnen in den Wohngemeinschaften der Jugendhilfe fällt es schwer, wenn sie mit diesen jungen Menschen nur noch ehrenamtlich in Kontakt bleiben dürfen. Insbesondere, weil sie sehen, dass Careleaver auf Grund ihrer schwierigen Familiengeschichte eher einen längeren als einen kürzeren Beistand nötig hätten. 

 

Der Dachverband Österreichischer Jugendhilfeeinrichtungen (DÖJ) hat in der Gesundheitsförderung, die eine langfristige Perspektive einnimmt, einen Partner gefunden, um die Careleaver – wie diese Gruppe Jugendlicher heute allgemein genannt werden - trotzdem professionell unterstützen zu können. Ziel des Projektes „Welcome to Life“ ist es, gesundheitsschädigenden Faktoren entgegen zu wirken. Zukünftige Careleaver sollen auf ihre bevorstehende Selbständigkeit besser vorbereitet werden aber auch Jugendliche, die bereits der Jugendhilfe entwachsen sind, erneut ihren Bedürfnissen entsprechend unterstützt werden. Wichtiges Instrument ist hier die soziale Vernetzung der Jugendlichen untereinander, um so auch Erfahrungen zu teilen. Wie eine große Studie zeigt, beeinträchtigt fehlende soziale Vernetzung die Gesundheit und die Lebenserwartung stärker als Übergewicht oder das Rauchen von 15 Zigaretten am Tag. Auch Armut verbunden mit existentiellem Stress, mangelhaftem Zugang zu öffentlichen Unterstützungsleistung und fehlende Zuversicht, das Leben in den Griff zu bekommen sind für die Gesundheit mindestens so wichtig wie gesunde Ernährung und genügend Bewegung. 

 

Der Zugang zu jenen Menschen, die in prekären sozialen und ökonomischen Verhältnissen leben, liegt dem Fonds Gesundes Österreich besonders am Herzen. In der Jugendhilfe trifft er junge Menschen mit noch langer Zukunft, die in Bezug auf Gesundheit auf Grund ihrer Biographie besonders vulnerabel sind. 

 

Initiiert wurde das Projekt vom DÖJ gemeinsam mit dem Fonds Gesundes Österreich, der mit € 320.000.- zwei Drittel der Projektkosten – und somit die langfristigen Gesundheitsperspektiven der Jugendlichen - fördert. 18 Jugendhilfeeinrichtungen aus den Bundesländern Wien, Kärnten, Vorarlberg und Tirol nehmen am Projekt teil. Der Wiener Gesundheitsförderungsfonds, das Land Tirol, der Vorarlberger Gesundheitsförderungsfonds und ein Fonds der Diakonie in Kärnten finanzieren gemeinsam weitere € 160.000.- der Projektkosten.  

 

Hubert Löffler als Geschäftsführer des DÖJ hofft im Zuge des Projektes Vorschläge entwickeln zu können, wie die Abschlussphase einer Fremdunterbringung in der österreichischen Jugendhilfe effektiver, fachlich qualifizierter und auch menschlicher gestaltet werden könnte. „Effektiver, indem durch einen verbesserten Übergang die hohen bisher getätigten Aufwendungen durch eine relativ kleine, zusätzliche Investition abgesichert werden könnten. Fachlich qualifizierter, indem der klar vorliegende neueste Stand der Wissenschaft zur Situation der Jugend heute Berücksichtigung fände und menschlicher, weil die Chancengerechtigkeit für diese ohnehin schon schwer getroffenen jungen Menschen erhöht würde.“ 

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"Invitation - Youth Care Plattform" - Von der Betreuung in die Unabhängigkeit. Teilnahme an der Brüssel-Konferenz.

Invitation - Youth Care Plattform - Reise nach Brüssel

Das Ziel der grenzüberschreitenden Konferenz war die Erarbeitung neuer Möglichkeiten bzw. Lösungen in der Jugendarbeit. Besonders Jugendliche im Übergang in das jugendliche Erwachsenenalter brauchen wirksame Begleitung und Unterstützung. In der Praxis ist dies oft unzureichend oder gar nicht der Fall. 

 

Jungen Menschen aus Einrichtungen der Jugendhilfe fehlt oft das Zurückgreifen auf eine Familie oder ein soziales Netzwerk.  Studien zeigen eine hohe Anzahl von Arbeitslosigkeit oder gar Obdachlosigkeit von jungen Menschen, die längere Zeit in einer Jugend-Pflegeeinrichtung verbracht haben. Eine der Ursachen liegt im Übergang von Jugend- in das Erwachsenenalter. Für viele gefährdete Jugendliche ist die „Lücke“ zwischen Betreuung und Unabhängigkeit einfach zu groß.

 

In der Konferenz sollten durch den Austausch von Erfahrungen neue Ansätze gefunden und in weiterer Folge neue Lösungen in der „Nachsorge“ erarbeitet werden. Um Empfehlungen und Wissen auf allen Ebenen miteinzubeziehen, kamen Jugendliche aus unterschiedlichen EU-Staaten und Begleitpersonen aus Verwaltung und Politik zu Wort. 

 

Aus Österreich nahmen zwei Jugendliche des Betreuten Wohnens von B3-Netzwerk, Kärnten, Frau Patrizia Gaßler und Herr Florian Winkler, an der Konferenz in Brüssel teil. Sie reisten mit Begleitpersonen der Kärntner Landesregierung vom 13. bis zum 16. März nach Brüssel, um an der Konferenz teilzunehmen und um Einblicke in wichtige Einrichtungen und  Institutionen, wie das Parlamentarium, das Europäische Parlament, das Verbindungsbüro des Landes Kärnten und die Ständige Vertretung Österreichs bei der Europäischen Union zu erhalten und Sehenswürdigkeiten zu erkunden. 

Fragen an die Brüssel-Reisenden

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Ostermarkt des Betreuten Wohnen restlos ausverkauft

Ostermarkt 2016 des Betreuten Wohnen am Kirchenplatz in Villach

Wochenlang haben Jugendliche des Betreuten Wohnen und ihre Betreuer den Ostermarkt vorbereitet. Es wurde Geschenke erdacht, umgesetzt und für eine ansprechende Präsentation vorbereitet. 
Am Freitag, dem 18. März 2016 wurde dann der Stand bei der Kirche am Villacher Hauptplatz aufgebaut. Und was dann passierte, übertraf alle Erwartungen. 

 

Zahlreiche Besucher schauten vorbei und waren von den Produkten und Backwerken der Jugendlichen derart begeistert, dass sie kurzerhand alles mit nach Hause nahmen.
Fazit: Interessante Gespräche, beste Unterhaltung und nicht zuletzt große Freude über viele Spenden, die die kreative Freizeitgestaltung der Jugendlichen für die nächste Zukunft ermöglichen. 

Die Jugendlichen des Betreuten Wohnen und ihre Betreuer bedanken sich und freuen sich auf ein Wiedersehen!

Neben vielen Interessierten waren auch zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik und Kunst zu Gast. Darunter Landeshauptmann-Stellvertreterin Dr.in Beate Prettner, Villachs Bürgermeister Günther Albel, Vizebürgermeisterin Mag.a Gerda SandriesserFabian Hauf von der jungen ÖVP, Oliver Hönlein vom Trendstore und Regisseur Georg Reitz

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Vergnügte Ostervorbereitungen des Betreuten Wohnen

Vorbereitungen für Ostern im Betreuten Wohnen von B3-Netzwerk

Die Vorbereitungen auf die Osterfeiertage sind für die Jugendlichen des Betreuten Wohnen von B3-Netzwerk eine besonders gesellige Zeit. Gemeinsam werden originelle Dekorationsideen erdacht und umgesetzt. Palmbesen werden gebunden und geschmückt und nicht zuletzt köstliche Kärntner Reindlinge für die unterschiedlichsten Geschmäcker gebacken. 

 

Alle packen mit an, den schließlich gilt es, bis zum Villacher Ostermarkt, der am Freitag, dem 18. März und am Samstag, dem 19. März am Villacher Hauptplatz über die Bühne geht, alles fix und fertig zu haben. 

 

Mit dem Erlös des Ostermarktes werden wiederum gemeinsame Ausflüge und neue Projekte, vor allem im kreativen Bereich, finanziert. 

Groß war die Freude, als sich Landeshauptmann-Stellvertreterin Dr.in Beate Prettner bereit erklärte, die Jugendlichen bei ihrer Reindling-Back-Aktion tatkräftig zu unterstützen. Über 2 Stunden lang wurde intensiv gearbeitet. Der Duft von Zimt und frisch gebackenen Reindling erfüllte das ganze Haus. Gebacken wurde die stattliche Anzahl von insgesamt 6 großen und 10 kleinen Reindlingen - einer besser und schöner als der andere. 

 

Das dabei die Gaudi nicht zu kurz kam, war klar. Es wurde gescherzt, gelacht und über so manche erzählte Episode aus dem Leben der Backkünstler gestaunt.

Während in der Küche gebacken und gescherzt wurde, ging es im Gemeinschaftsraum nicht weniger fröhlich zu. Hier wurde der Kreativität freier Lauf gelassen. Die jungen Künstler zauberten viele bunte Geschenksideen zu Tage, die am Villacher Ostermarkt ausgestellt werden. 

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Info-Abend zum geplanten Wohnheim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) in St. Stefan / Lavanttal

Infoabend minderjährige Flüchtlinge in St. Stefan im Lavanttal

Rund die Hälfte aller Flüchtlinge, die in Österreich Schutz suchen, ist unter 18 Jahren. Zirka 11% dieser Minderjährigen sind alleine, ohne Begleitung Erwachsener nach Österreich gekommen. Diese schutzbedürftigen jungen Menschen brauchen schnellstmöglich Hilfe und Unterstützung. 

 

Wir haben einen Antrag an das Land Kärnten gestellt, um uns auch um diese Minderjährigen kümmern zu können. In St. Stefan im Lavanttal möchten wir eine Betreuungseinrichtung eröffnen, die 20 minderjährigen Flüchtlingen ein Zuhause auf Zeit bietet. Zwölf Betreuerinnen und Betreuer werden rund um die Uhr für die Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren da sein.

 

Um den Bewohnern schon im Vorfeld die Möglichkeit zur Fragestellung und Diskussion zu geben, lud die Gemeinde Wolfsberg am Donnerstag, dem 10. März 2016 zur Infoveranstaltung in das Haus der Musik nach St. Stefan. 

Der Diskussion stellten sich Regierungs-Rätin Christine Gaschler-Andreasch vom Sozialreferat des Landes Kärnten, Mag.a Kathrin Partl (pädagogische Geschäftsführung B3-Netzwerk), Diplom-Pädagoge Martin Wiener (Bereichsleitung B3-Netzwerk) und Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz aus Wolfsberg. Moderiert wurde der Abend von Jochen Bendele, Journalist der Kleinen Zeitung. Rund 400 Interessierte besuchten die Infoveranstaltung, stellten Fragen, diskutierten und äußerten auch Bedenken und Ängste. 

 

Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals bei den Bewohnern von St. Stefan bedanken, dass sie uns die Möglichkeit gegeben haben, Fragen zu beantworten, Unklarheiten aufzuklären und Vorurteile zu verringern oder im besten Falle abzubauen.

 

Das Angebot wird aktuell vom Land Kärnten einer Prüfung unterzogen. 

 

Über das geplante Wohnhaus für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

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Schönes Kunsthandwerk und feine Oster-Köstlichkeiten

Am Freitag, dem 18. März und am Samstag, dem 19. März 2016 ist das Betreute Wohnen jeweils von 10.00 bis 19.00 Uhr mit einem eigenen Stand am Villacher Ostermarkt am Kirchenplatz vertreten.

Kärntner Reindling

Blühen Krokusse, Narzissen und Tulpen, ist sie da: die schöne Osterzeit. Ab dem 18. März dreht sich bei den jungen Bewohnerinnen und Bewohnern des Betreuten Wohnen von B3-Netzwerk alles um Palmbesen, österliches Kunsthandwerk und schmackhafte Osterreindlinge. 
Es werden Palmbesen gebunden, schönes Kunsthandwerk hergestellt und kleine und große Reindlinge in für jeden Geschmack gebacken. 

Wir freuen uns ganz besonders, dass auch Landeshauptmann-Stellvertreterin Doktorin Beate Prettner am 18. März um 10.00 Uhr unserem Stand einen Besuch angekündigt hat. 


Wer keine Zeit zum Backen hat, und trotzdem einen hausgemachten Reindling sein Eigen nennen möchte, kann sich gerne an das Betreute Wohnen wenden. 

 

Folgende Sorten von Reindling werden gebacken:

  • "Kärntner Osterreindling" (mäßig gefüllt mit Rosinen, Zimt & Zucker)
  • "Reindlung Julia" (gut gefüllt mit Rosinen, Zimt & Zucker)
  • "Reindling" Simone" (ohne Rosinen) 
  • "Reindling Karo" (mit Dinkelmehl)

Erhältlich sind die Gustostücke als "Großer Reindling) ca. 22 cm gegen eine Spende von 15 Euro und als "Mini-Reindling" ca. 10 cm gegen eine Spende von 5 Euro. 

 

Um gut planen und backen zu können, wird um Bestellung bis spätestens 18. März 2016 gebeten.

Bestellt werden kann unter der E-Mail irene.maurer@b3-netzwerk.at oder direkt bei Frau Irene Maurer-Scheidenberger unter der Telefonnummer 0676-88 00 86 00. 

 

Die Abholung des Reindling ist am Donnerstag, dem 24. März und am Freitag, dem 25. März 2016 jeweils zwischen 11.00 Uhr und 14.00 Uhr möglich. Ort: Büro des B3-Betreuten Wohnen Villach, Ringmauergasse 15, 9500 Villach. 

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