Unser Leitbild

Für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Familien ist B3-Netzwerk die sozialpädagogische Antwort auf schwierige Lebensphasen. Durch Beratung, Begleitung und/oder Betreuung im Rahmen der Betreuten Wohnformen und der Mobilen Maßnahmen (FIB/AB/BB) bearbeiten wir gemeinsam Konflikt-/Lebensthemen der Adressat*innen. Dabei schreiben wir Wertschätzung und Respekt sowie Achtsamkeit, Empathie und Vertrauen groß.

 


Unser Auftrag

Unser Auftrag ist es, Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Familien aus schwierigen Situationen auf ihrem Weg in eine gute Zukunft zu begleiten. Zentraler Aspekt unserer Arbeit im Zusammenhang von Betreuung, Begleitung, Beratung und Intervention ist das Kindeswohl.

Unsere Leistungen im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe erbringen wir nach fachlich anerkannten Standards sowie dem aktuellen Stand der Wissenschaft. Dabei berücksichtigen wir die kulturelle, sozioökonomische Vielfalt, beachten die individuellen Unterschiede des jeweiligen Gegenübers und nehmen Bedacht auf soziale Bezüge. 

Wir wollen den Menschen Unterstützung und Begleitung bieten, um soziale Kompetenzen zu stärken, individuelle Bedürfnisse wahrzunehmen und auszudrücken. Des Weiteren wollen wir den Klient*innen helfen, Handlungsfähigkeiten und Denkweisen zu entwickeln, die es möglich machen, die eigenen Lebensthemen zu bearbeiten und sich entsprechend der gesellschaftlichen Erwartungen sozial zu integrieren.

 

Zentrale Aspekte unserer täglichen Arbeit:

  • Schutz von Kindern und Jugendlichen insbesondere vor allen Formen von Gewalt, aber auch allen anderen Kindeswohl-Gefährdungen hinsichtlich Pflege und Erziehung
  • Reintegration von Kindern und Jugendlichen in die Familie
  • Begleitung von jungen Erwachsenen in der Selbstständigkeitsentwicklung
  • Förderung einer angemessenen Entfaltung und Entwicklung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen
  • Stärkung der Erziehungskompetenz der Familien
  • Förderung des Bewusstseins der Eltern für ihre Erziehungsaufgaben
  • Prävention durch Stabilisierung allgemeiner Kompetenzen zur Lebensbewältigung

Unsere Leitwerte

Respekt und Wertschätzung

Bei all unseren Handlungen haben wir stets Respekt gegenüber den Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen sowie deren Eltern/Erziehungs- und Bezugspersonen, insbesondere in Hinblick auf deren vorhandene Bewältigungsstrategien und Kompetenzen, welche wir als Basis unserer Arbeit wertschätzen und ausbauen wollen. Dieselben Umgangsformen leben wir auch teamintern, firmenintern und im erweiterten Hilfesystem.


Professionalität und Authentizität

Ressourcenorientierung zählt zu unseren obersten Prinzipien, und setzt ein Grundverständnis voraus, welches vorhandene Fähigkeiten in den Blick nimmt, diese fördert und ausbaut. Wir begleiten unsere Adressat*innen lösungsorientiert und partizipativ, sodass diese Hilfen annehmen können, wenn die entsprechenden Ressourcen für sie selbst noch nicht erkennbar und nutzbar oder noch nicht in ihre Lebensrealität integriert sind (= Lebensweltorientierung). Dabei orientieren wir uns an den unmittelbaren Bedürfnissen der Klienten, die diese vor allem selbst als ihre Bedürfnisse, Notwendigkeiten, Wünsche und Anforderungen wahrnehmen, und artikulieren.

Intern bedeutet das für uns, dass wir die Ressourcen der einzelnen Kolleg*innen bestmöglich nutzen (z.B. im Rahmen von Intervisionen oder internen Fortbildungen) und Prozesse weitgehend partizipativ gestalten. Insofern erkennen wir die individuelle Nuancierung jeder handelnden Person im erweiterten Hilfesystem - also von den Adressat*innen über die Sozialpädagog*innen bis hin zu den Sozialarbeiter*innen und den Psychotherpeut*innen etc. - an.

 

Darüber hinaus bedeutet Professionalität für uns auch, dass wir an (inter-)nationalen Forschungs- und Studienprojekten mitarbeiten, mit einer Vielzahl von Netzwerkpartner*innen im regelmäßigen Austausch stehen und die fachliche Expertise Kärntens vorantreiben.


Achtsamkeit und Empathie

Bei der Begleitung unserer Adressat*innen gehen wir sorgsam mit den jeweiligen Bedürfnissen um, sodass aktuelle Bewältigungsaufgaben entsprechend der jeweiligen Entwicklungsstufe, der eigenen neurobiologischen Voraussetzungen und der aktuellen psychosozialen Situation bearbeitet werden.

 

Auch in der teamintern Kultur legen wir viel Wert auf Achtsamkeit. Dies zeigt sich nicht zuletzt in unserer positiven Fehlerkultur. Herausfordernde persönliche Situationen einzelner Mitarbeitender nehmen wir teamintern wahr - Entlastungsmomente werden auf Teamebene und von Seiten der Leitung aktiv geschaffen.


Rollenklarheit und Transparenz

Klar ist definiert, wer firmenintern wofür zuständig ist - gerade in der Arbeit mit den Adressat*innen vermitteln wir durch Rollenklarheit Sicherheit und Professionalität. Da wir verschiedene Maßnahmen anbieten, erfordert dies ein hohes Maß an Flexibilität bzgl. der eigenen Rolle - z.B. in der Besuchsbegleitung agieren wir nur beobachtend und greifen nur im Falle einer Gefährdung oder bzgl. vorab definierter Gesprächsinhalte ein. Dies steht im klaren Kontrast zur Familienintensivbetreuung und den Betreuten Wohnformen, wo wir aktiv die Bearbeitung der Lebensthemen der Adressat*innen anleiten. Rollenklarheit heißt für uns aber auch, dass die Aufgabenteilung in Betreuungsteams klar ist, dass zuverlässige Ansprechpersonen für diverse Themen intern klar definiert sind (z.B. Kinderschutzbeauftragte) und dass die Professionalität der Kolleg*innen ob ihrer jeweiligen fachlichen Hintergründe als solches anerkannt und im Sinne der kollegialen Beratung genutzt wird.

 

Transparente Abläufe sind neben der o.a. Rollenklarheit zentrale Aspekte, um ein mitarbeiter*innenfreundliches Arbeitsumfeld zu schaffen und Partizipationsmöglichkeiten auszubauen. In unserer Arbeit mit den Adressat*innen ist Transparenz sowohl in den Gesprächen als auch in den von uns gesetzten oder angeleiteten Handlungen ein Selbstverständnis, wenngleich wir situationsbedingt unter Berücksichtigung der Belastungsgrenzen der Adressat*innen abwägen, was sie gerade wissen müssen, ohne ihnen wichtige Informationen vorzuenthalten.